Einblick in die VPG Arbeit

 

Die  Vielseitigkeitsprüfung besteht aus drei Abteilungen : A, B, C.

 

Abt. A : Fährtenarbeit

Die Ausbildung in der Fährte verbindet Hundetraining mit der Natur. Hier wir die Nase des Tieres trainiert. Durch das legen der Fährte entsteht eine Veränderung der Bodenfauna / - flora. Nach erreichtem Lernziel wird der Hund in der Lage sein, vom Fährtenleger betretenen Boden von Unangetastetem zu unterscheiden. Er lernt den Fährtenverlauf selbständig und ohne Hilfe des Hundeführers aus zu arbeiten. Je nach Prüfungssparte (VPG 1, 2 oder 3) werden zwei bis drei Gegenstände abgelegt die der Hund seinem Hundeführer anzuzeigen hat.

 

 

Abt. B : Unterordnung

Die Unterordnung ist beiden Teampartnern schon aus der BH Prüfung bekannt. Der Hund soll sich freudig und aufmerksam seinem Hundeführer gegenüber zeigen und folgen. Gegenseitiger Respekt und Vertrauen beginnen schon ab der 8 Lebenswoche zwischen Welpe und Hundebesitzer. Als Motivation werden immer gerne Futter und Spielzeuge genutzt.
Die Prüfungsordnung wird durch bestimmte Schwierigkeitsgrade, die sich ebenfalls nach der Prüfungssparte richten, anders gestaltet.

Z. B. durch Apportieren eines Holzes zu ebener Erde oder über Sprung- und Kletterwand. Stehübung oder Vorraus senden sind ebenfalls Teil der VPG Prüfung.

 

 

Abt. C : Schutzdienst

Die Abt. C stellt höchste Ansprüche an den Gehorsam des Hundes. In der Definitoin des Schutzdienstes spricht man von "Gehorsam unter trieblicher Belasung". In den Übungsstunden wird der vorhandene Beutetrieb des Tieres durch Lernspiele gefördert. Und später auf den Schutzarm übertragen. Diese Ausbildung macht den meisten Hunden sehr viel Spass.

Nach abgeschlossener Ausbildung wird der Hund, nach dem Vorbild der
Polizeiarbeit, einen Scheintäter aufspühren, verbellen und an der Flucht
hindern. Auf das einmalige Hörzeichen "Aus" muss der Hund den
Schutzärmel loslassen. Tut er das nicht, kann er keine Prüfung bestehen. Auch einige andere Gehorsamsübungen wie z. B. frei bei Fuss dem Hundeführer folgen oder angezeigte Verstecke umlaufen werden dem Hund abverlangt. Für den Hund ist und bleibt der Schutzdienst eine Art Beutespiel bei dem man leider nicht immer das bekommt was man haben möchte.

 

Eine Wesensüberpruüfung durch den Leistungsrichter ist in allen drei Abteilungen jeder Zeit möglich. Unsere Hunde müssen ausgeglichen und ohne Scheu mit Menschen und anderen Tieren umgehen. Dies ist die Vorraussetzung zur VPG Prüfung und für das reibungslose Zusammenleben mit dem Teampartner Hund!

 

 

BH / Begleithundeprüfung
 

Die BH Prüfung ist Vorraussetzung für VPG; Agility, FH Prüfung. Neben einem Praktischen Gehorsamsteil wird auch der Straßenteil abverlangt. Übungen wie Fuss, Sitz, Platz, Bleib werden hier abgerufen. Fahradfaher, Fussgänger, Hunde usw sollten neutral vom Hund angenommen werden.

 

Die BH gile als Sachkundenachweis für das Halten von Hunden der Anlage 1 und 2 LHV. Hunde der Anlage 2 LHV können sogar von der Maulkorbpflicht befreit werden.